Nicht vergessen

aber leider keine Zeit. Sorry. Bald gibt es wieder mehr.

Der Klimawandel in Kamerun

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Nach langer Sendepause, nun endlich mal wieder ein Beitrag in diesem Blog. In den vergangenen Wochen war Bristol Patrick Azanguim Tedjioda aus Kamerun Praktikant beim Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung e.V. (FUgE) in Hamm. Er hat seine persönliche Wahrnnehmung des Klimawandels in Kamerun aufgeschrieben:

Die Menschen in Kamerun merken die Folgen des Klimawandels bereits sehr stark. Kamerun liegt nördlich vom Äquator und hat ein tropisches Klima. Man nennt Kamerun auch Afrika im Kleinen, denn hier gibt es fast alle Lebensbedingungen, die in Afrika vorherrschen.

Normalerweise gibt es in Kamerun nur zwei Jahreszeiten. Die Regenzeit, die neun Monate dauert und von März bis Dezember andauert und die dreimonatige Trockenzeit von Dezember bis März. Heutzutage ist das Wetter jedoch nicht mehr so sicher. Auch während der Regenzeit kommt es immer wieder zu Trockenperioden, in denen die Sonne brennt. Die Bauern wissen nicht mehr genau, wann sie ihre Felder bestellen sollen.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ökonomie Kameruns

Kamerun exportiert Kakao, Kaffee, Bananen und Ananas nach Europa. Die Pflanzen wachsen in der Regenzeit und die Ernte findet dann im Juli und August statt. Aufgrund des Klimawandels werden die Erträge immer niedriger. Besonders Kakao und Kaffee sind von den untypischen Trockenperioden betroffen.

Die Auswirkungen auf das Leben der Bevölkerung

Immer mehr junge Menschen verlassen die Dörfer. Da die landwirtschaftlichen Erträge sinken, hoffen sie, dass sie in den Städten Arbeit finden werden. Sie lassen ihre Großeltern in den Dörfern zurück. Die Bevölkerung in den Dörfern wird deshalb immer älter. Wenn die jungen Menschen eine Arbeit finden, holen sie ihre Eltern und Großeltern in die Städte nach. Allerdings finden nicht alle Familienmitglieder Arbeit in der Stadt und so steigt die Zahl der Arbeitslosen immer weiter an.

Die meisten Lebensmittel, die wir in den Städten kaufen können, kommen aus den Dörfern. Vor 10 Jahren bekamen wir das Essen noch von der Großmutter aus dem Dorf geschickt. Heute sagt sie, dass sie nicht mehr genug für sich selbst hat. Die Lebensmittel in den Städten werden immer teurer. 2008 kam es in Kamerun zu Unruhen, weil die Preise zu hoch waren und die Menschen sich die Lebensmittel nicht mehr leisten konnten. Während dieser Krise sind viele Menschen gestorben

Viele der Menschen, die von den Dörfern in die Städte ziehen haben keine Schulbildung. Daher ist es für sie schwierig Arbeit zu bekommen. Einige werden deshalb kriminell. Sie stehlen auf dem Markt und rauben die Frauen aus. Das Leben in den Städten wird deshalb immer gefährlicher.

Foto der Woche

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Windkraft in Eritrea / Foto C. Kasten

Windkraft ist eine oftmals genutzte Energiequelle. In Südafrika habe ich diese Windräder vor allem zur Förderung von Wasser gesehen. Und auch in Eritrea werden gerade in den ländlichen Regionen diese Anlagen genutzt, um Wasser aus sehr tiefen Bohrlöchern an die Oberfläche zu fördern. Und das alles ohne zusätzliche Netzabgaben 😉

 

Foto der Woche

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Terrassenfelder im Jemen

Foto C. Kasten / Terrassenfelder im Jemen

Wenn man dieses Bild sieht, dann wird klar, warum der Hunger im Jemen wächst. Es gibt einfach zu wenige fruchtbare Böden. Doch leider ist der Hunger auch durch den Menschen gemacht. Zu viele der wenigen fruchtbaren Böden werden für den lukrativen Kath-Anbau genutzt. Der gestrige Weltspiegel in der ARD hat einen interessanten und meiner Meinung nach auch wirklich ausgewogenen Beitrag zum Hunger im Jemen gebracht. Auf den Punkt gebracht, verschärft der Terror die Situation der Menschen. Und wie ich es auch selber schon mehrfach erlebt habe, vielen Menschen im Jemen ist dies bewusst. Sie lehnen deshalb als gläubige Muslime den islamistischen Terror ab. Wir sollten deshalb Terror und Jemeniten nicht gleichsetzen, das wäre einfach nicht fair.

Foto der Woche

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Foto C. Kasten / Autoscooter – nicht für Jungs ein großer Spaß

Viele können es sich nicht vorstellen – und doch ist es wahr. Auch im Jemen gibt es Freizeitparks. Heute können sich die meisten Menschen diesen Spaß nicht mehr leisten. Extrem gestiegene Lebensmittelpreise haben viele Familien in die Armut gestürzt. Wenn sich dann doch mal Möglichkeiten bieten, sind die Attraktionen ein großer Spaß für groß und klein. Und auch die Mädchen kommen auf ihre Kosten.

Fotos der Woche

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Heute sind es mal zwei Bilder als Foto der Woche. Für mich gehören sie aber zusammen.

Foto C. Kasten / Es gibt sie wirklich – Papierkörbe in Taiz

Foto C. Kasten / Ein typische Bild – Plastiktüten überall

Leider gehört es zu den alltäglichen Bildern im Jemen: kleine, bunte Plastiktüten fliegen überall herum. Ein Problem ist die fehlende Müllentsorgung, die nach der Revolution im vergangenen Jahr noch schlechter geworden ist. Es fehlt an Geld, Möglichkeiten und oftmals wohl auch dem Verständnis für Umweltbewusstsein. Sich der Tüten zu erwehren ist schwierig, denn es gibt sie kostenlos bei jedem Einkauf dazu. Eine mögliche Lösung: Tüten nur gegen Geld. Vielleicht kommt dann ja die gute alte Einkaufstasche zum Einsatz. Auf jeden Fall ist mehr als nur guter Wille (Papierkörbe) nötig. Eine Aufklärung der Gesellschaft ist auf jeden Fall notwendig.

 

Foto der Woche

Foto C. Kasten / Südafrikanischer Seebär im Zoo am Meer in Bremerhaven

Foto C. Kasten / Südafrikanischer Seebär im Zoo am Meer in Bremerhaven

Putzig im Zoo anzusehen. In Kapstadt sind diese hübschen Zeitgenossen jedoch mittlerweile ein echtes Problem, da sie den Hafen quasi beschlagnahmt haben und viele Schäden anrichten. Dieses Exemplar lebt im Zoo am Meer in Bremerhaven.